Rückblick – Freitag 29.07.2017

Bleigelakku wiederbeleben

Am vergangenen Freitag wurden im eLAB versucht ausrangierte Bleigel Akkus wieder zu beleben. Die Akkus stammen aus USV’s von IN-Berlin. Insgesamt 20 Akkus, die jahrelang in USVs im Data Center gelaufen sind und nun einfach alle pauschal ersetzt wurden. Die Admins hatten weder die Zeit, noch das Wissen und die Ausstattung, um sie zu testen.

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Router-modding

Welche Motivation hat man, um einen WLAN-Router zu modden?

Weil man wo anders einen solchen Router gesehen hat und ebenfalls so einen erweiterten Router haben möchte.
Der typische ‘So ein tolles Ding will ich auch haben!‘ ´ Effekt.
Dabei geht es im wesentlichen um einen Kommandozeilenzugang zur Betriebssoftware des Gerätes und um die Möglichkeit mehr Daten zu speichern.

img_20160815_130254 Und wie kommt man an so einen tollen Router? Da gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine wäre man kauft sich einen fertig umgebauten Router übers Internet, allerdings ist das sehr wenig ratsam da man die Katze im Sack kauft, weniger Spaß und keinem Know-How-Gewinn hat.

Die andere ist, den Router selber umzubauen. Dazu bietet sich das eLAB beim IN-Berlin e.V. an, die Vorteile liegen auf der Hand: Werkzeuge sind vorhanden und erfahrene Leute, die man um Rat und Hilfe fragen kann sind auch dort.

Verwendete Materialien:

Einen WLAN-Router von Linksys WRT54GL Version 1.1 für den es Möglichkeiten und Anleitungen gibt.
Ein SD-Karten-Leser aus der Arduino Welt.
Ein TTL Modul für die Wandlung der Seriellen Schnittstelle auf USB.
Kabel und Stecker, Draht und Lötzinn … und ein paar Schräubchen.

Der serielle Anschluß ist auf der Platine des Routers bereits vorhanden, für werksseitige Konfigurationen und Tests. Jedoch ist er nicht nach außen geführt.
Abweichend von den häufigsten Anleitungen im Netz, haben wir keinen alten DB-9 Stecker verwendet sondern ein Modul aus der Arduino Welt, welches die seriellen Signale auf USB wandelt. Diese werden auch unter dem Namen “FTDI-Friend” gehandelt. Ein COM port (die Serielle Schnittstelle, RS232) ist heutzutage kaum noch anzutreffen in Gegensatz ist dazu USB wirklich überall verfügbar. Das serielle Signal des Routers wird dabei auf USB gewandelt. Im daran angeschlossenen Rechner gibt es einen Treiber, der diese USB-Daten dann an einer virtuellen „Seriellen Schnittstelle“ zur Verfügung stellt. Auf diese Weise kann man dann mit Programmen, z.B. einem einfachen Terminal-Emulator, auf die Router-Software zugreifen.
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Mit dem seriellen Zugang kommt man direkt auf die Kommando-Ebene des Linux Betriebssystems, kann Konfigurationen ändern, Logfiles lesen und den Betrieb kontrollieren.

Das SD-Kartenmodul gibt es für wenig Geld aus der Microcontroller-Welt. Die SD-Karten werden über eine SPI-Schnittstelle angesprochen. SPI steht für Serial-Periferal-Interface welches mit wenigen Pins auskommt die einfach an vier GPIO Leitungen angeschlossen werden. Aus der Anleitung geht hervor, welche GPIO-Leitung wo auf der Router-Platine zu finden sind und mit welchen Signalpins sie verbunden werden müssen, damit die vorhandene Library das Modul richtig anspricht.
Dadurch wird dem Router Memory einer SD-Karte in Form eines Block-Devices zur Verfügung gestellt, angesprochen wird sie wie eine Disk.Die SD-Karte kann somit sowohl in der Kommandozeile als Blockdevice gemounted werden, als auch unter DDWRT über das GUI dem System zugeschaltet werden. Die Anschlüsse für das SD Kartenlesegerät und Seriellen Anschluss waren nur als verschlossene Lötstellen vorhanden, welche erst frei gemacht werden mussten.
Im nächsten Schritt wurden Kontakt Pins darin verlötet, auf welche man Steckkontakte aufstecken kann.

Ursprünglich lief auf den Router ein Linux System von Hersteller Seite, da diese Software allerdings in ihrer Funktionalität recht eingeschränkt ist. Diese wurde durch eine andere Linux Software ersetzt, welche viel mehr Funktionen bietet, als die Original Software bei gleicher Hardwarebasis. An dieser Stelle hat ein erfahrer Basteler die Wahl zwischen zwei alternativen Software Packten, welche er auf den Router installieren kann.

Die eine wäre das DDWRT Projekt, welche eher den bequem GUI-User anspricht, also hauptsächlich eine Konfiguration per Browser-Dialoge.
Und die andere wäre das OpenWrt Projekt, welches mehr per Kommandozeile und weniger über den Browser bedient wird.

Welche Vorteile hat so ein gemoddeter Router?
Über die Serielle USB Schnittstelle kann man direkt auf den Router zugreifen und Linux Kommandos auf dem Router ausführen sowie Fehler Meldungen direkt beobachten.
Einfach gesagt, man ist sehr viel näher an dem Gerät dran.
Auf der SD-Karte kann man wesentlich mehr Logdaten speichern und damit einen längeren Zeittraum kontrollieren.

Links:
Anleitung: https://www.dd-wrt.com/wiki/index.php/Tutorial:_Hinzuf%C3%Bcgen_eines_SD-Kartenlesers_an_den_Linksys_WRT54G
SPI : https://de.wikipedia.org/wiki/Serial_Peripheral_Interface
FTDI-Friend : https://learn.adafruit.com/ftdi-friend/overview

Georg Kamata, Berlin 27.09.2016

Rückblick Di. 24.05.2016

 

Konsumgut Festplatten

Festplatten sind nach dem Degaussen völlig unbrauchbar. Selbst die Firmware oder Servoinformationen gehen verloren, vielleicht wird sogar der ein oder andere Chip zerstört.

Wir führten eine spannende Diskussion über Energiepolitik, Stand der Forschung, Effizienz und Zukunft von Solarzellen, Akkus und Elektromobilität im Kontext von nachhaltigem Leben auf unserem Planeten.

Die Diskussion kam in den Gang, weil in der Werkstatt die Überreste unserer Festplatten-Ausschlachten-Aktion vom Freitag zuvor zu sehen waren. Wir hatten uns gefragt, ob die nun schön sortenrein getrennten Bestandteile, wie Alu (Gehäuse) und Platinen (mit Goldanteil) bei einem Recyclinghändler nennenswert zu Geld für unsere Kasse zu machen wären. Ein Teilnehmer hat die Tüte Metall mitgenommen und wird uns in den kommenden Tagen das Resultat berichten.

Rückblick Fr. 20.05.2016

Laptop-Reparatur

Laptopreparatur: Dreck verstopft den Lüfter und Kühlrippen und ein Scharnier am Display ist herausgebrochen.

Festplatten zerlegen und Teile daraus recyclen

Upcycling harddisks

Wir hatten noch einen großen Stapel ausrangierter Festplatten im Schrank zu liegen. Die Technik darin ist ein Meisterwerk von Präzision. Die Oberfläche der Platten ist ein perfekter Spiegel, der Motor darin dreht  läuft gleichmäßig ruhig, der Lesekopf ist filigran gearbeitet.

Beim Zerlegen findet man also allerlei Teile, die man noch gebrauchen kann.

Ich wollte z.B. eine für ein Elektroniklabor stilechte Spendendose aus Platinen bauen. Also habe ich 6 Festplatten mit passenden Platinen ausgesucht. Mohammed hat eifrig geholfen sie zu zerlegen. Nicht jede Torxschraube wollte sich jedoch so schnell geschlagen geben. Zweimal mussten wir Schrauben ausbohren.

Georg kam mit einem Laptop, welches Hitzeprobleme hat, weshalb die CPU runtertaktet und in der Folge sein Arbeiten spürbar ausbremst. Ausserdem hat sich ein Scharnier aus dem Gehäuse gelöst. Er hatte den Verdacht, dass der Lüfter getauscht werden muss. Nach endlosen, versteckten  Schrauben lag der Lüfter frei. Wir haben ihn dann mit Druckluft ausgeblasen. Der Lüfter selbst schien ok. Die Schäden an der mechanischen Konstruktion indes waren schlimmer als von aussen zu sehen. Es wurden dort nicht Magnesiumteile wie bei besseren Modellen, sondern Plastik verwendet. An drei Punkten waren Metalleinsätzezum Verschrauben herausgebrochen. Auch die Stromversorgungsbuchse hing lose. Wir konnten mit der Heisluftpistole (3mm Düse) den Plastik erwärmen und die Metalleinsätze darin neu reindrücken und den Kunststoff aussen darum etwas modellieren. Das fehlende Plastikmaterial haben wir mit einem Stück Plastikdraht aus dem 3D-Drucker ersetzt. Aus Zeitmangel konnten wir die Arbeit nicht komplett abschließen. Am 27. Mai sehen wir weiter.

Rückblick Fr. 06.05.2016: TYPO3 longboard

TYPO3 SnowboardOrange is the new blackKleine Fehler vor dem Ausbessern

Diesmal war ‘mal klassisches Handwerken angesagt. Schriftzug und Logo habe ich aus Papier ausgedruckt, dann mit einem Cutter wie eine Maske ausgeschnitten. Das habe ich dann mit Tapetenkleber auf das Griptape aufgeklebt. Dabei immer schön darauf achten, dass das Papier auch an den Kanten und Ecken perfekt haftet. Herausquellenden Kleber entfernen, trocken lassen und die Sprayfarbe in mehreren dünnen Farbschichten aufbringen. Nach dem komplett Durchtrocknen (am nächsten Tag) kann man das Papier grob abreißen und mit etwas Wasser abrubbeln. Der Rest geht dann beim Fahren schnell ab.

An einzelnen Stellen ist die Farbe doch unter die Maske gedrungen. Diese Stellen habe ich mit Q-Tips Wattestäbchen und Aceton ausgebessert. Man kann das auf dem dritten Bild vorher sehen.

Zusammen mit den blauen Rollen kann sich das Ergebnis ganz gut sehen lassen, denke ich. Was denkt Ihr? Leave your comments below.